In diesem Artikel hebt Opernwelt den Erfolg des Theaters und Orchesters Biel-Solothurn (TOBS) unter der Leitung von Dieter Kaegi hervor. Trotz seiner bescheidenen Größe und der im Vergleich zu den großen europäischen Opernhäusern begrenzten Mittel gelingt es der Institution, ein ambitioniertes und originelles Programm anzubieten. Der Autor betont die künstlerische Qualität der Produktionen, das Engagement der Künstler sowie die Fähigkeit des Theaters, Werke des großen Repertoires mit zeitgenössischen Schöpfungen und selten gespielten Stücken abzuwechseln.
Das TOBS zeichnet sich zudem durch seine regionale Verankerung, seine Offenheit gegenüber sprachlicher Vielfalt und den Wunsch aus, ein breites Publikum anzusprechen. Mit rund 300 Aufführungen pro Jahr und einer hohen Auslastung zeigt die Institution, dass ein mittelgroßes Theater eine bedeutende kulturelle Rolle spielen kann. Die erwähnten Produktionen – unter anderem Werke von Peter Eötvös und Salvatore Sciarrino – veranschaulichen die kontinuierliche Suche nach künstlerischer Innovation.
Der Artikel präsentiert das TOBS somit als ein Modell für Dynamik und Kreativität innerhalb der Schweizer Kulturlandschaft.
Quelle: Peter Hagmann, „Groß im Kleinen“, Opernwelt, Februar 2019.
Lohengrin, Salvatore Sciarrino, rôle de Elsa

Mehr als eine Sammlung leisester Geräusche und hingehauchter Satzfragmente gibt es nicht. Wie die junge Sopranistin Céline Steudler, eine Bühnenbegabung erster Güte, die getriebene Elsa Fleisch und Blut werden lässt, kann einem fürwahr nahe gehen.
Opernwelt, Peter Hamann, février 2019
